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Vortrag von Andreas Stahl: Akademischer Antisemitismus
September 1 @ 19:30 - 21:00
Antisemitismus spielt im akademischen Kontext eine immer größere Rolle. Die Zahl dokumentierter antisemitischer Vorfälle an Hochschulen hat sich laut der bundesweiten Dokumentationsstelle RIAS im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht.
Das gilt auch für Nordrhein-Westfalen.
Und auch aktuell bleibt die Anzahl an Vorfällen hoch. Dabei ist der an Hochschulen vorherrschende israelbezogene Antisemitismus nicht immer leicht zu identifizieren, weil er häufig in Form von Codes und geschichtsrevisionistischen Narrativen auftritt.
Im Rahmen des Vortrages sollen typische Formen und der Verbreitungsgrad des akademischen Antisemitismus beleuchtet werden.“
Wir dürfen gespannt sein, über welche antisemitischen Vorfälle an der Universität Münster Herr Stahl uns berichten wird.
Wie werden jüdischen Studierende, Lehrende und Beschäftigte an der Universität Münster geschützt, die ihre Identität auf dem Campus vielfach nicht mehr offen zeigen können?
Warum wurden in dem kürzlich verabschiedeten HochschulstärkungsGesetz des Landes Nordrhein-Westfalen der Schutz von Jüdinnen und Juden sowie der Kampf gegen Antisemitismus, einklagbare Rechte gegen antisemitische Bedrohung und Diskriminierung und ein wirksames Hochschulordnungsrecht gegen Störer nicht thematisiert? Wie schlimm muss es erst kommen?
Andreas Stahl leitet die Zentrale Beratungsstelle zu Antisemitismus an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Er ist seit vielen Jahren in der politischen Bildung tätig und Mitherausgeber mehrerer Bücher. Er ist Gründungsmitglied der Gesellschaft für kritische Bildung und Mitglied des „Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS)“ in Aachen.
Ort: Shalomsaal der Jüdischen Gemeinde Münster, Klosterstraße 8 – 9, 48143 Münster
Gerne machen wir in diesem Zusammenhang aufmerksam auf das Buch „Ausnahmezustand“, Zeugnisse von Betroffenen an Hochschulen im deutschsprachigen Raum seit dem 7. Oktober 2023.